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Ein regelmäßiger Reifenwechsel ist entscheidend für Sicherheit, Fahrkomfort und eine optimale Fahrzeugleistung. Ob Sommer- oder Winterreifen – nur mit den passenden Reifen sind Sie bei jedem Wetter sicher unterwegs. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann ein Reifenwechsel notwendig ist, welche Kosten entstehen und warum ein professioneller Werkstattservice sinnvoll sein kann.

Reifen regelmäßig wechseln

Sicherheit im Straßenverkehr

Ein regelmäßiger Reifenwechsel ist entscheidend für die Fahrsicherheit. Abgenutzte oder nicht saisongerechte Reifen verlängern den Bremsweg und erhöhen das Unfallrisiko deutlich. Nur mit passend ausgewählten Reifen reagiert das Fahrzeug zuverlässig auf unterschiedliche Straßen- und Wetterbedingungen.


Bessere Haftung, geringerer Verschleiß & Kraftstoffersparnis

Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich in Gummimischung und Profil, wodurch sie jeweils optimalen Grip bei Hitze oder Kälte bieten und den Bremsweg verkürzen. Durch rechtzeitigen Wechsel wird der Reifenverschleiß reduziert, was die Lebensdauer deutlich verlängert. Gleichzeitig sorgt der richtige Reifendruck für weniger Rollwiderstand und hilft dabei, dauerhaft Kraftstoff zu sparen.

Unterschied zwischen Rad und Reifen – wichtiges Wissen für einen sicheren Reifenwechsel

Der Unterschied zwischen Rad und Reifen ist für Fahrzeughalter entscheidend, besonders wenn es um den professionellen Reifenwechsel, Räderwechsel oder die Wahl zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen geht. Viele Autofahrer verwenden beide Begriffe gleichbedeutend, doch technisch bestehen klare Unterschiede.

Ein Reifen ist die äußere Gummikomponente, die für Grip, Bremsleistung, Traktion, Fahrkomfort und Sicherheit im Straßenverkehr verantwortlich ist. Er besteht aus Profilblöcken, Gummimischung und Karkasse und muss regelmäßig überprüft und bei Verschleiß oder Saisontausch gewechselt werden. Der Reifen stellt den Kontakt zur Fahrbahn her und beeinflusst direkt Bremsweg, Fahrstabilität und Kraftstoffverbrauch.

Das Rad bzw. Komplettrad umfasst den Reifen inklusive Felge, die das Rad am Fahrzeug befestigt. Felgen bestehen meist aus Aluminium oder Stahl und bilden die stabile Basis für Montage und Rundlauf. Beim Radwechsel wird das gesamte Rad mit Felge ausgetauscht, während beim Reifenwechsel nur die Gummihülle demontiert und neu montiert wird.

Für mehr Sicherheit und geringere Kosten lohnt es sich, auf fachgerechte Montage, korrektes Auswuchten, passenden Reifendruck und Profiltiefe zu achten. Ein professioneller Reifenservice sorgt für optimalen Rundlauf, weniger Verschleiß und maximale Fahrsicherheit.

Kurz erklärt für Autofahrer:

  • Reifenwechsel = Austausch des Reifens ohne Felge
  • Rad- / Komplettradwechsel = Austausch von Reifen und Felge gemeinsam
  • Ideal für saisonale Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen

Zeitpunkt des Reifenwechsels

Gesetzliche Vorgaben & optimaler Wechselzeitpunkt

In Deutschland beträgt die gesetzliche Mindestprofiltiefe 1,6 mm, doch Experten empfehlen 3–4 mm für maximale Sicherheit. Die Faustregel für den saisonalen Reifenwechsel lautet „O bis O – Oktober bis Ostern“. Steigen die Temperaturen dauerhaft über 7 Grad, sollten Sommerreifen montiert werden, bei winterlichen Bedingungen Winter- oder Allwetterreifen mit Alpine-Symbol.


Lebensdauer & erkennbare Schäden

Auch bei ausreichendem Profil sollten Reifen nach 6–8 Jahren ersetzt werden, da das Gummi mit der Zeit verhärtet und Risse entstehen können. Sichtbare Schäden wie Risse, Beulen, ungleichmäßige Abnutzung oder starke Vibrationen beim Fahren sowie eingefahrene Fremdkörper sind klare Warnsignale für einen notwendigen Reifenwechsel.

Unterschiede zwischen Sommerreifen, Winterreifen und Allwetterreifen

Wer sicher und komfortabel unterwegs sein möchte, sollte die Unterschiede zwischen Sommerreifen, Winterreifen und Allwetterreifen kennen. Jede Reifenart besitzt Eigenschaften, die auf bestimmte Witterungsbedingungen und Einsatzbereiche abgestimmt ist. Die Wahl des richtigen Reifentyps beeinflusst Bremsweg, Haftung, Fahrstabilität, Verschleiß und Kraftstoffverbrauch erheblich.

Sommerreifen – optimale Leistung bei warmen Temperaturen

Sommerreifen sind speziell für die warme Jahreszeit entwickelt und bieten bei warmen und trockenen Fahrbahnen die beste Performance. Die härtere Gummimischung sorgt für präzise Lenkreaktionen, kürzere Bremswege und geringeren Rollwiderstand bei Temperaturen über 7 °C.

Vorteile von Sommerreifen

➕ Maximale Sicherheit bei Hitze und Regen
➕ Hohe Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten
➕ Kurzer Bremsweg auf trockener und nasser Fahrbahn
➕ Geringerer Kraftstoffverbrauch und weniger Abrieb

Nachteile von Sommerreifen

➖ Bei Temperaturen unter 7 °C deutlich schlechtere Haftung
➖ Nicht geeignet für Schnee, Eis und Glätte

Winterreifen – maximale Sicherheit bei Schnee, Eis und Kälte

Winterreifen verfügen über eine weichere Gummimischung und ein tiefes Lamellenprofil, das sich in Schnee und Eis verzahnt. Sie sind für Temperaturen unter 7 °C optimiert und gewährleisten dadurch deutlich mehr Grip sowie kürzere Bremswege im Winter.

Vorteile von Winterreifen

➕ Bestmögliche Haftung auf Schnee, Matsch und Eis
➕ Kürzere Bremswege bei kalten Temperaturen
➕ Bessere Fahrstabilität und Spurtreue

Nachteile von Winterreifen

➖ Höherer Verschleiß bei warmen Temperaturen
➖ Erhöhter Rollwiderstand → mehr Kraftstoffverbrauch
➖ Saisonaler Reifenwechsel notwendig

Wichtige Pflichtanforderungen für Winterreifen!

Alpine-Symbol (3PMSF oder Schneeflocke im Bergpiktogramm)

Neuere Winterreifen müssen mit dem sogenannten „Berg-Symbol mit Schneeflocke“ gekennzeichnet sein. Früher reichte oft ein „M+S“-Symbol („Matsch & Schnee“) aus — seit dem 1. Oktober 2024 gilt jedoch, dass Reifen ohne das Alpine-Symbol bei winterlichen Bedingungen nicht mehr als Winterreifen anerkannt werden. Achten Sie also darauf beim Reifen-Kauf: Das Alpine-Symbol muss auf der Flanke vorhanden sein.

Allwetterreifen / Ganzjahresreifen – die flexible Lösung

Wem das alles zu viel Aufwand ist, der kann sein Fahrzeug natürlich auch auf Ganzjahresreifen bewegen. Das sollte man allerdings genau abwägen, da es hier auch Vor- und Nachteile gibt. Allwetterreifen, auch Ganzjahresreifen genannt, sind eine praktische Alternative für Fahrer, die nicht zweimal im Jahr wechseln möchten. Sie kombinieren Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen, etwa durch eine vielseitige Gummimischung und ein spezielles Profil, das sowohl bei warmen Temperaturen als auch bei Nässe, Schnee und Kälte gute Leistung ermöglicht.

Vorteile von Allwetterreifen

➕ Kein saisonaler Reifenwechsel nötig
➕ Kosten- und Zeitersparnis
➕ Kein Platzbedarf für Reifeneinlagerung
➕ Gute Allround-Eigenschaften bei moderaten Klimabedingungen

Nachteile von Allwetterreifen

➖ Kompromisslösung: nicht so stark wie Sommerreifen im Sommer, nicht so leistungsfähig wie Winterreifen im Winter
➖ Längerer Bremsweg bei extremen Wetterbedingungen
➖ Schnellere Abnutzung bei Vielfahrern

Reifen richtig lagern

Wo lagert man Reifen am besten?

Reifen sollten trocken, dunkel und kühl gelagert werden, idealerweise geschützt vor UV-Licht sowie fern von Ölen, Lösungsmitteln und extremen Temperaturen. Kompletträder mit Felgen können gestapelt werden, wobei der Reifendruck leicht reduziert werden sollte, während Reifen ohne Felgen hochkant stehen und gelegentlich gedreht werden müssen. Eine fachgerechte Lagerung verhindert Verformungen, reduziert Materialalterung und sorgt dafür, dass die Reifen zur nächsten Saison sicher weiterverwendet werden können.
 

Lagerbedingungen

  • UV-Schutz
  • Keine Öle, Lösungsmittel oder extreme Temperaturen
  • Reifendruck bei Kompletträdern leicht

    reduzieren

Häufige Fragen zum Reifenwechsel (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Reifenwechsel & Radwechsel?
  • Radwechsel: Kompletträder (Felge + Reifen) werden am Fahrzeug getauscht.
  • Reifenwechsel: Der Reifen wird von der Felge abgezogen und ein neuer Reifen aufgezogen und montiert.
Was bedeutet „Auswuchten“ (Umwuchten)?
Beim Auswuchten (oft auch Umwuchten genannt) geht es darum, Unwuchten am Rad zu beseitigen, damit es gleichmäßig und vibrationsfrei läuft.
Ein Rad besteht aus Felge und Reifen, und beide können kleine Ungleichgewichte haben. Dadurch kann sich das Rad bei höheren Geschwindigkeiten unruhig drehen, was zu Vibrationen im Lenkrad, höherem Reifenverschleiß und Belastung von Radlagern und Fahrwerk führt.
Wie lange dauert ein Reifenwechsel und wie lange ein Radwechsel?
Ein Radwechsel (Wechsel kompletter Räder inklusive Felgen) dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Dabei werden die Räder vollständig ausgetauscht, was den Vorgang besonders schnell macht.

Ein Reifenwechsel (Wechsel der Reifen auf derselben Felge) benötigt mehr Zeit und dauert meist 60 bis 90 Minuten, da die Reifen von der Felge gezogen, neue montiert und anschließend ausgewuchtet werden müssen.
Darf ich Reifen unterschiedlicher Hersteller kombinieren?
Technisch möglich, aber nicht empfehlenswert – es beeinträchtigt Fahrverhalten und Sicherheit
Zahlt man eine Strafe, wenn man nicht die richtigen Reifen drauf hat?
Ja, bei winterlichen Straßenverhältnissen (z. B. Schnee, Eis, Reifglätte) sind in Deutschland Winterreifen oder geeignete Allwetterreifen mit Alpine-Symbol (3PMSF) gesetzlich vorgeschrieben. Wer mit ungeeigneter Bereifung fährt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 € und 1 Punkt in Flensburg rechnen.
Kommt es dadurch zu einer Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, kann das Bußgeld auf 80–120 € steigen. Außerdem kann die Versicherung im Schadensfall Leistungen kürzen, wenn falsche Reifen montiert waren.