Fachkräftemangel?

Man liest es immer wieder: Unternehmen können Ausbildungsplätze nicht besetzen, weil geeignete Bewerber fehlen. Umgekehrt können in einigen begehrten Ausbildungsberufen gut qualifizierte junge Menschen gleich zwischen mehreren Ausbildungsangeboten wählen. In etlichen Branchen entwickelt sich der Markt für Nachwuchs-Fachkräfte zu einem Arbeitnehmermarkt: Mancher Kandidat muss keinen Bewerbungsmarathon mehr hinlegen, sondern kann mit den potentiellen Ausbildungsbetrieben auf Augenhöhe verhandeln.

Wie geht ein Unternehmen auf Wachstumskurs mit dieser Entwicklung um?

Für Heinz-Dieter Tiemeyer, Vorstand der Tiemeyer automobile AG, ist die Lage eindeutig: „Hier ist Weitblick gefragt. Wer im Wettbewerb langfristig bestehen will, darf sich bei der Nachwuchssicherung nicht auf den Markt verlassen, sondern muss sich seine Fachkräfte systematisch aufbauen. Dazu gehört zuallererst natürlich ein solides Ausbildungsangebot mit Perspektiven. Darüber hinaus muss man sich aber als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber für die Bewerber attraktiv machen.“

Die Tiemeyer Gruppe jedenfalls hat die Zeichen der Zeit erkannt. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres stellt sie 16 neue Azubis für den gefragten Beruf des Automobilkaufmannes bzw. der Automobilkauffrau ein. Und diesen Auszubildenden bietet das Unternehmen etwas Besonderes: Für den Berufsschulunterricht bekommen die angehenden Automobilkaufleute ihre eigene Fachklasse. Möglich wird dies durch eine Kooperationsvereinbarung der Tiemeyer Gruppe mit dem Wirtschaftskolleg Bochum, einem privaten Berufskolleg, das die Fachkräftesicherung für Stadt und Region zu seinem Programm erhoben hat. „Die Anforderungen des Erwerbslebens an den Nachwuchs sind hoch“, so die Geschäftsführerin des Schulträgers, Simone Vogel. „Um junge Menschen optimal darauf vorzubereiten, ist es gut, wenn das ausbildende Unternehmen und die Berufsschule möglichst eng zusammenarbeiten.“ 

Die Vorteile einer eigenen „Tiemeyer-Klasse“ für das Unternehmen sind vielfältig: Die Ausbildungsleitung achtet gemeinsam mit dem Lehrerkollegium des Wirtschaftskollegs Bochum darauf, dass die Auszubildenden genau das lernen, was sie für ihren Arbeitsplatz benötigen.

So kann beispielsweise das Training von Verkaufsgesprächen im Unterricht konsequent auf die Produktpalette der Tiemeyer Gruppe abgestimmt werden. Auch organisatorisch profitiert das Unternehmen: „Unsere Kunden besuchen unsere Autohäuser bevorzugt an bestimmten Wochentagen, zum Beispiel freitags“, erklärt Michael Evers, Vorstand der Tiemeyer automobile AG, „da können wir auf die Auszubildenden nicht gut verzichten. Mit dem Wirtschaftskolleg können wir Unterrichtszeiten vereinbaren, die gut zu unserem Bedarf passen.“
 

Rahmendaten der Schulklasse auf einen Blick

  • 16 Schüler pro Klasse
  • Start: 20. August 2014
  • Wirtschaftskolleg Bochum
  • Bessemerstraße 80
    44793 Bochum
  • Ausbildungsberuf: Automobilkauffrau / -mann



v.l.n.r.: Vorstand Tiemeyer automobile AG, Michael Evers; Geschäftsführerin & stellv. Schulleiterin Wirtschaftskolleg Bochum gGmbH Simone Vogel; Schulleitung & pädagogische Leitung Wirtschaftskolleg Bochum gGmbH, Detlef Hofmann; Prokurist, Betriebs- & Verwaltungsleitung Wirtschaftskolleg Bochum gGmbH Wolfgang Summerer

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